WORAN HAST DU GEMERKT, DASS STUDIEREN NICHT DAS RICHTIGE IST ?

24 Oktober 2014

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Hallo ihr Süßen. Diese Frage wird mir in den Kommentaren, aber auch per Nachricht bei Facebook immer wieder gestellt & da dachte ich mir, dass ich sie euch jetzt mal genau beantworte.
Ich war noch nie jemand, der viel für gute Noten in der Schule tun musste. Wenn ich nicht gelernt habe, habe ich meine 1en, 2en, 3en eigentlich immer geschrieben. Es sei denn, es war Physik... ich habe Physik gehasst ! 
Ich habe dadurch nie wirklich gelernt zu lernen, aber ich wusste dennoch, dass die Noten für den Verlauf meines Arbeitslebens erst einmal sehr wichtig sein werden. 
An Unis braucht man meistens einen gewissen Notendurchschnitt, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, genommen zu werden & bei so gut wie jeder Ausbildungsbewerbung, die man schreibt, wird auf die Noten geachtet. 
Ich persönlich halte das für vollkommenen Schwachsinn. Ich finde die Passion für das was man tun möchte sollte bedeutend sein. Man sollte schauen, wie gut jemand in den Fächern war, die für den Beruf relevant sind. (Bei Ausbildungen ist das meistens so. An Unis ist das vollkommen egal. Da zählt nur der Durchschnitt.) 
Nun gut... zunächst einmal wollte ich ja Grundschullehrerin werden. Mein Leben lang & ich höre heute noch von so vielen, seien es Leute die mich schon ewig kennen, oder Leute, die mich gerade erst kennengelernt haben, dass das super zu mir gepasst hätte. 
In das Grundschullehramtsstudium bin ich allerdings mit meinem 2,5er Abi nirgends reingekommen. Ich habe mich dann für das Lehramtsstudium für Haupt-/Real-/ & Gesamtschulen entschieden in der Hoffnung, ich könne, wenn ich ja dann schon einmal an der Uni bin, irgendwann zum Grundschullehramt wechsel. Einige Kurse hatte ich sogar mit den Grundschullehramtsstudenten zusammen. 

Schon zu Beginn des Studiums habe ich gemerkt, dass es mir sehr schwer fällt, mich für die Art und Weise, wie das da so abläuft & für den Unterrichtsinhalt zu begeistern. 

1. Interessiert es eigentlich keinen Dozenten, ob du da bist, oder nicht.
Es sei denn, du hast Kurse mit Anwesenheitspflicht.
2. Motiviert dich keiner, wenn du mal einen Durchhänger hast. 
& ich habe schon immer diese "Popotritte" gebraucht.
3. Hatten die Vorlesungsinhalte teilweise NULL mit dem späteren Beruf zutun.
Oder hattet ihr in der Schule schon einmal Irische Literatur & Kultur ? SUPER LANGWEILIG ! 
Oder höhere Mathematik, die selbst die "Nerds" nicht mehr verstanden haben ? 
4. Hatte man teilweise bis zu 4 Zeitstunden zwischen den Vorlesungen, 
da du sie nicht anders legen konntest. Da alle anderen Kurse schon voll waren.
5. Sitzt du in einem riesen Raum mit bis zu 900 Studenten ??? 
6. Kommst du in Kurse, die du zum Bestehen deines Semsters braucht 
oft nicht rein, da zu wenig Dozenten, aber zu viele Stundenten da sind. 
Das musst du dann alles später noch nachholen & hast dann in anderen
Semestern mehr Kurse, als andere.
und und und.. 

Natütrlich kann man jetzt sagen "Tja Victoria, ohne Fleiß kein Preis...". Das weiß ich natürlich & ich bin sehr ehrgeizig, wenn mein ganzes Herz in etwas steckt, aber wenn das einfach nicht der Fall ist, wie soll ich mich dann dazu motivieren ? Meine Kurse habe ich trotzdem alle bestanden, nur nicht, weil ich Spaß daran hatte, sondern weil ich niemanden enttäuschen wollte & ist das Sinn der Sache ? Ich denke nicht. 
Lehrerin zu sein ist bestimmt toll. Zumindest stellt man sich das toll vor, aber ich denke die theoretische Ausbildung an den Universitäten, dieses trockene Gebrabbel von dem Typen da vorne, der sein Fachwissen zum Besten gibt, ist einfach nicht so mein Ding. Es gab viele Kurse, die mich bestimmt mehr interessiert hätten als diese, die ich hatte, aber leider kann man sich das nicht immer aussuchen. Was belegt ist ist belegt & dann musst du das nehmen, was übrig bleibt. 

Ich würde dennoch durchaus noch einmal studieren. Aber auf einer Fachhochschule, im Klassenverbund. Wo du in genau die Kurse reinkommst, die relevant für dich sind & nicht in "Notkurse" die mal eben schnell entworfen worden sind, damit nicht alle Studenten Semesterrelevante Kurse später nachholen müssen. Wo es die Lehrer interessiert, dass du da bist. Wo dir auch mal ein Popotritt verpasst wird, wenn du dich nicht genaug anstrengst. Wo du etwas machst, dass du auch dann praktisch im Beruf anwenden kannst & nichts was du lernst, deine Prüfung schreibst & wieder vergisst, weil du es sowieso nie mehr gebrauchen wirst. Leider muss man das oft selbst bezahlen & so etwas möchte ich einfach nicht mehr. 

Auch ein duales Studium würde für mich infrage kommen, da du dort den Betrieb hast, der dir im Rücken steht & das finde ich eine ganz tolle Möglichkeit. Es ist quasi eine "bessere" Ausbildung. Das was du in der Uni lernst, kannst du sofort anwenden & Fragen lassen sich direkt auf der Arbeitsstelle klären. Ich finde das wirklich die beste Möglichkeit, um nach dem Abitur einen Beruf zu erlernen, aber auch das muss natürlich jeder für sich selbst herausfinden.

Ich bin wirklich super glücklich mit meinem jetzigen Job im Büro & auch in der Schule klappt alles super. Ich habe bisher nur 1en geschrieben, obwohl das bestimmt nicht so bleiben wird. Ich habe nämlich auch viele, interessante, neue Fächer, zu denen ich keinerlei Vorkenntnisse habe. Ich werde euch spätestens nach meinem ersten Lehrjahr auf jeden Fall sagen, was ich mache. Es ist jetzt nicht SO spektakulär, aber es kann sein, dass sich noch etwas kleines ändern wird. Ich werde das schon bis zum Ende machen, aber vielleicht in einer anderen Form. Ich weiß, es ist blöd so in Rätseln zu sprechen, aber ich bitte euch, noch Geduld zu haben.

ICH HOFFE, ICH KONNTE
EUCH ERST EINMAL ALLES BEANTWORTEN (:

Kommentare:

  1. Hey Vici :)
    Ich studiere auch an einer FH und da ist es den Dozenten auch egal wer du bist und ob du da bist oder nicht :) Des Weiteren muss man meist auch früh da sein, damit man relativ weit vorne einen Platz bekommt (die Räume sind immer relativ klein) Auch das mit Klassenverbund haut meistens nicht ganz hin. Bei den BWLern z.B. gibt es z.B. im Erstsemester bei uns 250 neue Studenten. Ich glaube, zu dir würde ein duales Studium echt gut passen :) Und selbst wenn, finde ich das man nicht umbedingt studiert haben muss im eine Art "vollwertiger Mensch" zu sein. Eine gute Ausbildung ist meistens auch schon die halbe Miete :) Außerdem hat man mit einem abgeschlossenen Studium auch noch keine Garantie auf einen Arbeitsplatz. Also setz dich nicht unter Druck :)

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  2. Krass, dass du genau das an der Uni nicht magst, was ich liebe. Aber das hängt, glaube ich, von der Uni ab.
    Ich bin eigentlich genauso, wie du. Ich mache immer alles sehr knapp und wenn ich nichts machen muss, mache ich es meist auch nicht. Das hat in meinem ersten Studiengang (Wiwi) an der TU Dresden gar nicht funktioniert. Es waren zu viele Prüfungen am Ende des Semesters und mit meiner "Lern-Strategie", alles kurz davor zu machen, ging das natürlich nicht gut. Jetzt bin ich an der Uni in Düsseldorf und ich liebe meinen Studiengang, allerdings muss ich Beteiligungsnachweise erbringen, wofür ich zum Beispiel "Hausaufgaben" machen muss, aber das hilft mir total, weil es mich zwingt auch im Laufe des Semesters etwas zu tun. Ansonsten mag ich die Uni dafür, dass man sich alles relativ frei legen kann. Klar, man ist am Anfang total auf sich allein gestellt und man muss sich sehr an die Slebstständigkeit gewöhnen, aber dafür kann man sich ja auch Zeit lassen, mit dem studieren :D

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  3. Es wäre falsch zu glauben, dass das Studium an einer Fachhochschule anders ist. Klar, man sitzt nicht regelmäßig mit bis zu 900 Menschen in einem Raum und zudem ist das Studium auch deutlich praxisbezogener. Allerdings bekommst du auch hier definitiv NICHT die Kurse, die du gerne belegen wolltest. Die Dozenten interessieren sich auch dort NICHT dafür, ob du anwesend bist oder nicht. Auch an einer Fachhochschule motiviert dich niemand. Und leider lernst du auch dort viel zu viel, was für den späteren Beruf kaum von Bedeutung ist.

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  4. Ich habe von vielen Lehramtsstudenten gehört, dass das lebenden an einer uni sehr theoretisch ist :) eine gute alternative ist eine pädagogische Hochschule, dort ist alles praktischer und die Seminare die man belegt haben auch was mit dem Beruf zu tun :) wäre also auch eine alternative und ich kenne Wechsler also von Uni an eine PH und keiner hat bereut sind alle begeistert, denn an der uni hätten sie ihr Studium nicht fertig gemacht

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  5. Schön das du wieder bloggst Vici :-)
    Ohne dich hat irgendwie was gefehlt in der Blogger-Welt :*

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  6. Hey Vici,

    Super Artikel - Zum Glück ist es nicht an jeder Uni so wie du beschreibst, ich habe das Glück, dass wir in meinem Studiengang nur 30 Studenten sind und das ist nicht an der Fachhochschule, also absoluter Luxus für eine Uni :D dafür lag der NC jedoch auch sehr hoch..
    Fachhochschulen sind übrigens nicht kostenpflichtig, sondern nur die privaten.. Es gibt aber hier in NRW viele, die ganz normal staatlich sind und wo man trotzdem in kleinen Gruppen ist :)
    Vielleicht kommst du ja noch einmal zum studieren - Ich war vorher bereits an einer anderen Uni und es hat mit hat nicht gefallen, jetzt bin ich jedoch überglücklich... Ich denke es kommt immer drauf an :) und du hättest ja dann schon einige Wartesemester gesammelt!

    Liebe Grüße

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  7. Hallo Victoria, ich kann dich gut verstehen. Ich war auch nie der "Lerntyp" und deswegen kam Studieren für mich nie in Frage, auch wenn ich Abi gemacht habe. Wie du schon sagst, die Tatsache, dass es niemanden interessiert ob du anwesend bist würde mir schon zum Verhängnis werden. Auch gab es auch keinen Studiengang der mich wirklich interessiert hätte, so dass ich das durchgezogen hätte (bzw. wenn ich einen interessant fand, wäre ich da nicht reingekommen wegen Notendurchschnitt etc.). Ich mache mittlerweile auch eine Ausbildung im Büro auch wenn ich mittlerweile etwas spät dran bin (bin 24),aber bin sehr glücklich damit. Es gibt viele Leute die mich fragen wieso ich dann überhaupt Abitur gemacht habe oder dies oder das aber im Endeffekt braucht es halt bei manchen länger bis sie den richtigen Weg finden ;) Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute weiterhin. ;)

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  8. Hallo Victoria! Ich finde deinen Post voll super :)! Deinen Blog hab ich über eine Blogvorstellung gefunden. In zwei Jahren mache ich meinen Schulabschluss und alle finden es schrecklich, dass noch niemand weiß, was er werden oder zumindest weitermachen möchte. Als wär das mit 16 was Ungewöhnliches ... Ich hab mir erst neulich ein paar Artikel Ausbildungswegen nach dem Abschluss durchgelesen und ich bin der Uni auch eher abgeneigt. Ehrlich gesagt bin ich ein wenig erstaunt dass sich so viele für ein Universitätsstudium entscheiden! Ist es so toll, alles selbst einteilen zu können (zu müssen) und die vollste Verantwortung ganz allein zu tragen? Fachhochschule finde ich da eine sehr interessante Alternative die ich mir sicher noch näher anschauen werde. Ich freu mich, wenn du mal weiter über deine Ausbildung berichtest. ^_^

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  9. Danke für diesen sehr persönlichen Post. Ich studiere in München an einer Fachhochschule und bei mir ist es schon ähnlich wie in der Schule. Den Lehrern/Professoren ist es wichtig dass wir etwas lernen und machen dementsprechend auch Druck.. Ja Druck ist furchtbar aber den brauche ich nunmal leider auch ^^

    Ich wünsch dir auf jeden Fall ganz viel Glück bei deiner Ausbildung und bin schon sehr gespannt, was du genau machst :)

    xoxo, therubinrose.blogspot.de

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  10. Kann es echt verstehen, dass du dich umentschieden hast! es ist ja auch nichts verwerfliches, auch mal was anderes zu probieren man muss das schliesslich fast sein ganzes leben lang ausführen! Ich kenne das & man muss selber glücklich und zufrieden sein mit dem was man macht & nicht weil andere es von einem verlangen oder man andere glücklich machen möchte!

    LG :-)



    http://jacky91limited.blogspot.de

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  11. Ich hasse diese Geheimnistuerei, was soll sowas? Sag es einfach, und gut ist. Wo ist das problem? xD

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  12. Ich kann Dir nur raten, wenn irgendwie möglich wieder studieren zu gehen...
    Heutzutage reicht ein normaler Ausbildungsberuf einfach nicht mehr aus, um einen Job zu bekommen, welcher einen guten Lebensstandard sichert...(eigene Erfahrung)
    Ich habe auch zuerst eine Ausbildung gemacht und später dann per Fernstudium, komplett während meiner Vollzeitbeschäftigung studiert, das ist vom Aufwand her absolut die Hölle, aber nun zahlt es sich voll und ganz aus!!!
    Ich kann es einfach nur allen hier raten, tut was! Sonst werdet Ihr es später bereuen!!!

    PS: Dein Blog ist super!!!

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  13. Ich finde das vollkommen in Ordnung, wenn man irgendwann merkt "das ist doch nichts für mich" und man entscheidet sich um. Das ist menschlich und manchmal ist es doch nicht etwas für einen, wie man vorher gedacht hat.

    Ich studiere an einer FH (auch wenn sie sich als Hochschule betitelt) und ich kann einige Punkte von dir bejahen: Es ist wirklich positiv, dass alles so klein und familiär ist. In meinem Studiengang sind max. 200 Leute, jeder kommt in Kurse rein, die er zum Bestehen braucht, Seminare mit max. 30 Leuten sind wirklich super und angenehm (meist mit Anwesenheitspflicht, aber nciht immer). Vorlesungen haben meist einen Größe von 100 Leuten (manchmal auch für alle aus meinem Studiengang zusammen..das ist aber sehr selten der Fall). Natürlich erhält man auch viel Hintergrundwissen und hat Fächer, die man nicht "wirklich" in der Zukunft braucht. Aber es ist meist so interessant gestaltet, dass ich zumidnest gerne hingehe.
    Aber auch wenn man hier eher "an der Hand" genommen wird und die Dozenten auch einen Namen kennen können...Anwesenheitspflicht ist eher selten, man ist selbst verantwortlich dafür, ob man lernt oder nicht. Hier ist sehr viel Selbststudium gefragt und auch jeder muss, wie in der Uni, sich selbst rein hängen.

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  14. Ich finde es gar nicht schlimm, dass du dann doch keine Lust mehr hattest.. wir sind noch so jung, kann man da echt schon wissen, ob man das wirklich das ganze Leben lang machen möchte? ich glaube nicht.. ich bin zurzeit auch in so einer phase ich zweifle an meinem kompletten weg.. aber naja :) Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass es dir momentan gut geht und dir dein weg gefällt :)

    Ich würde mich sehr freuen, wenn du bei mir mal vorbeischauen würdest. Liebe Grüße
    http://nataliexxxx.blogspot.de/

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  15. Naja von einer Mathelehrerin würde ich schon erwarten, dass sie auch "höhere Mathematik" versteht. Und ansonsten habe ich auch kein Verständniss für deine Gründe, weil Durchhänger normal sind und sich da jeder selbst herrausbringen muss. Wenn du später einmal arbeitest, wirst du auch Durchhänger haben und da kommt auch niemand und gibt dir "Popotritte". Das gehört nunmal zum erwachsen werden.

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  16. Ich weiß genau wovon du redest...Ich brauche auch Menschen, die mir gelegentlich Druck machen, ansonsten fange ich schnell an, alles zu locker zu betreiben.

    Ja, Abi und der Stoff einer Berufsschule sind 2 verschiedene Welten...Das ist nur natürlich,. dass du da nur die besten Noten schreibst.

    Ich weiß noch, dass ich auf meinem ersten Berufsschulzeugnis in allen Fächern eine 1 bekommen habe und mir das zunächst einige Menschen nicht glauben wollten, aber wenn man durch das Abi/Studium ein ganz anderes Niveau gewöhnt ist, dann ist das fast schon natürlich...

    Interessanter Artikel, was das angeht, bin ich immer sehr an den Denkweisen anderer interessiert, da ich auch noch studieren möchte :-)

    LG, Lari

    www.larissaschenten.de

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  17. Ich finde es schade, dass du nicht gewartet hast bis du einen Platz für Grundschullehramt bekommst. Ich studiere selber LA GS und mein Abischnitt war auch nicht besser UND wir haben denselben Abijahrgang (ich kenne also die NCs) - hast du dich an allen möglichen Unis beworben? Ich kann deine Kritikpunkte alle nachvollziehen - das Studium ist teilweise wirklich ätzend. Was zählt ist jedoch der Beruf "am Ende" und ich habe es keine Sekunde bereut dieses Studium gewählt zu haben. :) In meinen Praktika werde ich immer wieder daran erinnert wofür ich das eigentlich alles mache.

    Ich hoffe trotzdem du hast deinen Weg gefunden, auch wenn ich mir dich als Grundschullehrerin super vorstellen könnte ;)

    Ganz liebe Grüße! <3

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  18. hi :-) Also ich habe im September mit dem Studium angefangen, mein Notendurchschnitt war so ca 66%, weiß jetzt nicht, wie viel das in Deutschland ist, jedoch interessiert das hier in Belgien kein Schwein, wie deine Noten sind, solang du dein Abi hast. Beim Studium hier, kannste dich einschreiben, wo du willst (Außnahme : Medizin und Ingenieur) und das mit den Dozenten, gebe ich dir Recht!! Jedoch ist es hier nur an Universitäten, weil da wirklich viele sind und es daher auch unglaublich viele Siebfächer gibt. ich habe mich für eine Hochschule entschieden, wobei ich nach diesen 3 Jahren und Bachelorabschluss auf einer anderen Hochschule/Uni meinen Master machen kann und vllt Doktor , halt alles, was möglich ist. Ich verstehe das deutsche System überhaupt nicht. Vor allem wie z.B. mit diesem Numerus clausus oder ähnlich :-P hier bezahlt man einfach die Studiengebühren von 800 eur (uni) und 400-500 eur (hochschule) und selbst wenn du 50% im Abizeugnis hast, kannst du staatsanwalt werden :-D mich enttäuscht das deutsche Uni/Hochschul-system . Liebe Grüße, Moni :-)

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  19. Hallo Vici!

    Ich freue mich total, dass du wieder bloggst... habs erst letztens zufällig wieder mitbekommen.

    Finde es echt super, dass du so ein kritisches Thema ansprichst. Bin mir sicher, dass ganz viele dieses Problem kennen und sich einfach nicht trauen über den eigenen Schatten zu springen. Bin selber gerade jetzt in der Situation mit dem Studium und ich habe mich auch entschlossen aufzuhören. Anfangs war ich total fertig und habe jeden Tag geweint und mich so verloren gefühlt wie noch nie. Bin aber drauf gekommen, dass es absolut keinen Sinn macht, sich selbst so fertig zu machen. Es heißt ja schließlich "Probieren geht über Studieren" und somit bereut man's zumindest nicht, dass man's nicht probiert hat.

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  20. Ich befinde mich auch grad in so einem Fall ... Ich hab bereits Ausbildung alles abgeschlossen nur irgendwie ist es auf Dauer nichts für mich. Mir fehlt einfach etwas, das gewisse etwas ... Mansche lernen ja einen Beruf und machen den dann bis zur Pension. Ich könnt mir net vorstellen so wie es jetzt ist das ein Leben lang zu machen :( Bin acuh am überlegen Schule, Studium ....

    http://petrovaarmy.blogspot.co.at

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  21. Was erwartest du denn? Dass sich jeder interessiert, was du wo wann machst? Es gehört zum Erwachsenwerden, dass man selbst schaut und sein Leben organisiert. Und vor allem, dass man sich selbst motiviert und auch mal durchhält, trotz Rückschlägen, Demotivation und fehlender Unterstützung. Das wird das ganze restliche Leben so sein. Es zeugt aus meiner Sicht von einer gewissen Unreife, wenn man sich nur durch andere definiert und das klingt sehr danach. Du willst nicht nur eine unter 900 anderen sein und der Dozent soll sich für dich interessieren. Das widerspiegelt dein Selbstwertgefühl und woraus du es beziehst, finde ich. Und in diesem Fall ist die Quelle wohl nicht sehr vernünftig und nachhaltig. Im Gegenteil, es macht dich angreifbar und im schlimmsten Fall manipulierbar. Lass das nicht zu und schöpfe deinen Selbstwert, wie das Wort schon sagt, aus dir selbst und deinen Leistungen und Willen.
    Und noch dazu, dass Noten nicht so relevant sind. Manche Noten, gerade bei Fächern die vielleicht fachlich weniger relevant sind, sind genau auch dazu da, solche 'nicht fachlichen' Fähigkeiten wie Durchhaltewillen und Einsatz für ungeliebte Aufgaben zu testen.
    Ich hoffe du nimmst das als positive Anregung, vielleicht noch einmal über deine Eigenschaften nachzudenken, welche dir hier vielleicht im Weg gestanden haben. Vielleicht ist die Uni einfach nicht deins, aber genauso gut kann es sein, dass die Hauptprobleme nicht an der Art Schulsystem lagen. Ausserdem ist es an Fachhochschulen nicht anders. Solange du an einer höheren Schule bist, wirst du an deinen Leistungen gemessen, nicht daran ob du dort bist oder nicht. Oder ob du Nummer 20 oder doch 790 bist.
    Mir ist bewusst, dass das Ganze jetzt aus deiner Sicht wohl sehr böse und gemein klingt. So ist es aber nicht gemeint. Es ist halt einfach einer der einzigen kritischen Kommentare hier, denn nur so kann man an sich arbeiten. Nicht durch pure Bestätigung. Aller Liebe und ich hoffe du findest deinen Weg.

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